HAARENTFERNUNG / EPILATION MARLIS BREUER      
 

Die Epilation


Welche Methoden der Nadelepilation gibt es?

Die Thermolyse:

Die Thermolyse bewirkt durch hochfrequenten Wechselstrom über die eingeführte sterile Epilationssonde eine Wärmeentwicklung im Follikel. Dabei entsteht eine Koagulation des Gewebes und der Haarkeimzellen im Follikel. Ein schnelles Arbeiten mit relativ gutem Erfolg ist bei Haaren, die sich in der Wachstumsphase befinden möglich. Aber es tritt bei dieser Methode häufig ein Wiedernachwachsen der Haare auf, meist dann, wenn sich diese im katagenen Stadium (Übergangsphase) oder vor allem im telogenen Stadium (Ausfallphase) befinden.

Die Elektrolyse:

Bei der Elektrolyse entwickelt sich unter Anwendung von Gleichstrom eine Lauge im Follikel, die auf chemischen Wege die Stammzellen der Haarwurzel zerstört. Diese Methode allein angewandt ist zeitintensiv, denn die Sonde muß bis zu einigen Minuten im Follikel verbleiben.


Was ist bei der Nadelepilation zu beachten?

Epilation entfernt das Haar nur in der Wachstumsphase vollständig und dauerhaft. Die in der Ausfallphase epilierten Haare können nachwachsen und werden in der darauffolgenden Wachstumsphase vollständig epiliert. Daraus folgt, daß zur vollständigen und dauerhaften Haarentfernung durch Epilation immer mehrere Sitzungen im Abstand von 6-8 Wochen erforderlich sind. Die Zahl der in einer Sitzung epilierbaren Haarwurzeln hängt von der Lokalisation der zu behandelnden Hautpartie, deren Feuchtigkeitsgehalt und nicht zuletzt von der Empfindlichkeit des Patienten oder der Patientin ab. Die erste Sitzung dient der Beratung des Patienten bzw. der Patientin, der Beurteilung der individuellen Haut- und Haarstruktur sowie der Erkundung der persönlichen Sensitivität der zu behandelnden Körperpartie. Die folgenden Sitzungen bauen auf diesen Erfahrungen individuell auf.


Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei korrekter Durchführung hat die beschriebene Elektroepilation keine ernsthaften Nebenwirkun zu einer vorübergehenden Rötung und Schorfbildung kommen.


Warum ist dauerhafte Haarentfernung ein langwieriger Prozess?

Weil Haare einem bestimmten Wachstumszyklus unterliegen. Die Hauptwachstumsphase (anagen) ist die Phase, in der das Haar epiliert werden muß. Außerdem muß die Insertion optimal sein, damit alle Keimzellen in der Wurzelscheide auch definitiv zerstört werden. Da sich jedoch etwa 70% der Haare in der telogenen oder catagenen Phase befinden, sind die ersten Epilationssitzungen nur bedingt von Erfolg gekrönt, denn hinter dem epilierten Haar sitzt bereits ein neu entwickeltes Haar. Die kurzen Zeitabstände zwischen den einzelnen Sitzungen sind daher für den Erfolg sehr wichtig. Ca. 1 1/2 Jahre müssen für die Behandlung einkalkuliert werden.

Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn man Ihnen von 'neuen' Methoden erzählt, die nach 2-3 Sitzungen zum Erfolg führen. Das ist biologisch nicht möglich.

Was sollten Sie nach der Behandlung beachten?

Nach der Epilation sollten Sie für 48 Stunden folgendes unterlassen:

  • Hautpeeling
  • Sonne und Solarium
  • Schwimmen oder Sauna
  • Fingerkontakte

Bitte zupfen Sie nachwachsende Haare zwischen den Behandlungen auch nicht oder entfernen Sie sie nicht Wachs oder Creme. Es ist jedoch durchaus möglich, die Haare mit der Schere zu kürzen.